Häufige Fehler
Worauf Sie achten sollten – rechtlich & wirtschaftlich.
Überblick
Die meisten Probleme entstehen durch unvollständige Informationslage, falsche Zeitplanung und Fehleinschätzung von Rechten am Objekt. Diese Seite bündelt typische Fehler – und zeigt, wie Sie sie vermeiden.
Top-Fehler und wie Sie sie vermeiden
- Angst vor Teilungsversteigerung
Teilungsversteigerung kann Anfang der Lösung sein – nicht das Ende. Begreifen Sie sie als Chance .
- Rang & Rechte nicht geprüft.
Bestehen bleibende Grundschulden/Zinsen erhöhen Gesamtbelastung. Vor dem Termin Rang, Valutierung & Zinsen klären.
- Bietlimit ohne Gesamtrechnung festgelegt.
Immer rechnen: Bargebot + bestehen bleibende Lasten + Neben-/Finanzierungskosten.
- Sicherheitsleistung/Unterlagen unvollständig.
Form, Höhe, Fristen prüfen (Bankbürgschaft/Verrechnungsscheck etc.).
- Zeiten unterschätzt.
Gutachten, Terminierung, Verteilung dauern. Siehe Ablauf & Zeitplan.
- Keine Einigungsoption geprüft.
Freihändiger Verkauf, Abfindung, Anteilsübernahme – oft wirtschaftlich besser. Ideen unter Strategie & Taktik.
- Rechtsfolgen des Zuschlags missverstanden.
Welche Rechte erlöschen, welche bleiben? Auswirkungen auf Besitzübergang, Nutzungen, Lasten.
- Kommunikation/Fristen nicht im Griff.
Anträge (z. B. Einstellung), Einwendungen, Terminsverlegungen stets frist- und formwahrend.
Checkliste vor dem Versteigerungstermin
- Aktueller Grundbuchauszug / Rechteübersicht (Rang, Zinsen, Valutierung)
- Sicherheitsleistung: Form & Höhe geklärt
- Bietlimit inkl. Zuzahlungsrisiken definiert
- Ausweis/Vertretungsvollmacht, ggf. Nachweise (Gesellschaft, Ehegattenvertretung)
- Strategie festgelegt: Mitbieten vs. Einigung / Einstellungsantrag erwägen
Mehr dazu: Ablauf & Zeitfenster.
Rechtliche Fallstricke im Blick
- Dingliche Zinsen: Einordnung als laufend oder rückständig beeinflusst Bestehenbleiben/Erlös.
- Geringstes Gebot/Bargebot: Zusammensetzung verstehen – Lasten können beim Ersteher verbleiben.
- Besitz/Nutzungen: Übergang und Räumung nicht mit Zuschlag gleichsetzen; Vollstreckungsweg beachten.
Grundlagen: Grundschuld & Rechte Dritter.
Wirtschaftliche Fehleinschätzungen
- Valutierung überschätzt/unbekannt → falsches Bietlimit
- Nebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notar, Gericht) nicht einpreist
- Finanzierungsbedingungen (Bereitstellungszinsen/Fristen) ignoriert
Praxis: Drei Szenarien (konservativ/realistisch/ambitioniert) rechnen.
Nach dem Zuschlag – typische Fehler
- Fristen zur Zahlung des Bargebots versäumt
- Räumung/Vollstreckung nicht rechtzeitig vorbereitet
- Ansprüche auf Nutzungen/Lasten nicht sauber abgegrenzt