Häufige Fehler

Worauf Sie achten sollten – rechtlich & wirtschaftlich.

Überblick

Die meisten Probleme entstehen durch unvollständige Informationslage, falsche Zeitplanung und Fehleinschätzung von Rechten am Objekt. Diese Seite bündelt typische Fehler – und zeigt, wie Sie sie vermeiden.

Top-Fehler und wie Sie sie vermeiden

  1. Angst vor Teilungsversteigerung
    Teilungsversteigerung kann Anfang der Lösung sein – nicht das Ende. Begreifen Sie sie als Chance .
  2. Rang & Rechte nicht geprüft.
    Bestehen bleibende Grundschulden/Zinsen erhöhen Gesamtbelastung. Vor dem Termin Rang, Valutierung & Zinsen klären.
  3. Bietlimit ohne Gesamtrechnung festgelegt.
    Immer rechnen: Bargebot + bestehen bleibende Lasten + Neben-/Finanzierungskosten.
  4. Sicherheitsleistung/Unterlagen unvollständig.
    Form, Höhe, Fristen prüfen (Bankbürgschaft/Verrechnungsscheck etc.).
  5. Zeiten unterschätzt.
    Gutachten, Terminierung, Verteilung dauern. Siehe Ablauf & Zeitplan.
  6. Keine Einigungsoption geprüft.
    Freihändiger Verkauf, Abfindung, Anteilsübernahme – oft wirtschaftlich besser. Ideen unter Strategie & Taktik.
  7. Rechtsfolgen des Zuschlags missverstanden.
    Welche Rechte erlöschen, welche bleiben? Auswirkungen auf Besitzübergang, Nutzungen, Lasten.
  8. Kommunikation/Fristen nicht im Griff.
    Anträge (z. B. Einstellung), Einwendungen, Terminsverlegungen stets frist- und formwahrend.

Checkliste vor dem Versteigerungstermin

  • Aktueller Grundbuchauszug / Rechteübersicht (Rang, Zinsen, Valutierung)
  • Sicherheitsleistung: Form & Höhe geklärt
  • Bietlimit inkl. Zuzahlungsrisiken definiert
  • Ausweis/Vertretungsvollmacht, ggf. Nachweise (Gesellschaft, Ehegattenvertretung)
  • Strategie festgelegt: Mitbieten vs. Einigung / Einstellungsantrag erwägen

Mehr dazu: Ablauf & Zeitfenster.

Rechtliche Fallstricke im Blick

  • Dingliche Zinsen: Einordnung als laufend oder rückständig beeinflusst Bestehenbleiben/Erlös.
  • Geringstes Gebot/Bargebot: Zusammensetzung verstehen – Lasten können beim Ersteher verbleiben.
  • Besitz/Nutzungen: Übergang und Räumung nicht mit Zuschlag gleichsetzen; Vollstreckungsweg beachten.

Grundlagen: Grundschuld & Rechte Dritter.

Wirtschaftliche Fehleinschätzungen

  • Valutierung überschätzt/unbekannt → falsches Bietlimit
  • Nebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notar, Gericht) nicht einpreist
  • Finanzierungsbedingungen (Bereitstellungszinsen/Fristen) ignoriert

Praxis: Drei Szenarien (konservativ/realistisch/ambitioniert) rechnen.

Nach dem Zuschlag – typische Fehler

  • Fristen zur Zahlung des Bargebots versäumt
  • Räumung/Vollstreckung nicht rechtzeitig vorbereitet
  • Ansprüche auf Nutzungen/Lasten nicht sauber abgegrenzt

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